Ihr Auge

Legasthenie und Winkelfehlsichtigkeit bei Kindern

Mein Name ist Janett Timmermann. Ich studiere an der Technischen Fachhochschule in Berlin Augenoptik/Optometrie.
Herr Angst war an unserer Universität und hielt einen Vortrag über Legasthenie und Winkelfehlsichtigkeit. Damit hat er mein Interesse an diesem Gebiet der Opometrie geweckt. Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, das für das Studium zur Diplom-Augenoptikerin/Optometristin erforderliche Praxissemester in Deißlingen bei der Firma Optik Angst zu verbringen und von Herrn Angst zu lernen.
Von März bis Juli habe ich nun die Gelegenheit mein Wissen über die Korrektion von Winkelfehlsichtigkeiten bei KIndern mit LRS in die Praxis umzusetzen und Erfahrungen zu sammeln.
Außerdem untersuche ich mit einem speziell angefertigten Test die Sehschärfe mit Einzeloptotypen und mit Reihenoptotypen. Während bei der Darbietung von Einzeloptotypen nach bisherigen Erfahrungen keine Trennschwierigkeiten auftreten, stellen Reihenototypen sehr hohe Sehanforderungen dar. Der Abstand der Optotypen entspricht denen in Lesetexten. Somit wird das Trennvermögen beim Lesen engstehender Sehzeichen untersucht.
Diese Trennschwierigkeiten machen sich besonders bei Amblyopie bemerkbar. Amblyopie ist durch eine herabgesetzte Sehschärfe gekennzeichnet, deren Ursache nicht im dioptrischen System des Auges liegt. Bei Sehaufgaben des täglichen Lebens kommt es aber darauf an, eng benachbarte Konturen getrennt wahrzunehmen und zu erkennen. Ich habe mir die Frage gestellt, ob durch die Korrektion der Winkelfehlsichtigkeit gleichzeitig eine Verbesserung der Reihensehschärfe, d. h. eine Minderung der Trennschwierigkeiten erreicht werden kann.

Ich hoffe, daß ich in diesen 5 Monaten meine Erfahrungen und mein Wissen erweitern kann.


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